Kammermitgliedschaft/eHBA

Von Zahnärzten für Zahnärzte

Der Beruf des Zahnarztes ist ein freier Beruf. Die Politik hat der Zahnärzteschaft wichtige Aufgaben übertragen, die von der Landeszahnärztekammer erfüllt werden – in Selbstverwaltung von Zahnärzten für Zahnärzte.

Wer ist Mitglied?

Alle Zahnärzte, die eine Approbation oder eine Erlaubnis zur Ausübung der Zahnheilkunde besitzen und ihren Beruf in Rheinland-Pfalz ausüben, sind per Gesetz Mitglieder in der Landeszahnärztekammer Rheinland-Pfalz.

Mitgliedsausweis: wo beantragen?

Jedes Mitglied der Landeszahnärztekammer kann seinen Mitgliedsausweis hier beantragen. Geht er verloren, müssen Sie dies umgehend bei der Landeszahnärztekammer melden.

Warum gibt es Bezirks- und Landeszahnärztekammern?

In Rheinland-Pfalz gibt es die Besonderheit, dass alle Zahnärzte nicht nur in der Landes-, sondern auch in ihrer jeweiligen Bezirkszahnärztekammer Mitglied sind. Die Kammern teilen sich die Aufgaben. Sie finden Ansprechpartner zu verschiedenen wichtigen Themen, beispielsweise Berufsausbildung ZFA und Notdienst, direkt in Ihrer Bezirkszahnärztekammer.

Was bedeutet freiwillige Mitgliedschaft ?

Zahnärzte, die ihren Beruf vorübergehend (z. B. arbeitssuchend) nicht oder nicht mehr (z. B. im Ruhestand) ausüben, können freiwillig Mitglied sein.

Was muss ich melden?

Jedes Kammermitglied hat seine zuständige Bezirkszahnärztekammer unter anderem über Verlegung der beruflichen Tätigkeit, Namens-, Titel- und Adressänderungen zu informieren.

eHBA: Eintrittskarte in die Telematik-Infrastruktur (TI)

Das E-Health-Gesetz enthält einen konkreten Fahrplan für die Einführung digitaler Infrastrukturen im Gesundheitswesen. Eine Komponente ist der elektronische Heilberufsausweis – kurz eHBa. Der eHBA der 2. Generation (G2) kann in Kürze bei der Landeszahnärztekammer Rheinland-Pfalz bestellt werden.

Warum wird der eHBA benötigt?

Mit dem eHBA können schon jetzt elektronische Dokumente, beispielsweise elektronische Arztbriefe, rechtssicher signiert und verschlüsselt werden. Weitere Anwendungen wie das Notfalldatenmanagement oder ein elektronischer Medikationsplan sollen folgen. Mit Einführung der medizinischen Anwendungen in die Telematik-Infrastruktur und mit Inkrafttreten des Patientendaten-Schutzgesetzes gilt die eHBA-Pflicht ab dem 1.1.2021. Je Praxis wird dann ein eHBA notwendig.
 

Für welche medizinischen Anwendungen wird der eHBA benötigt?

Was ist die Aufgabe der Landeszahnärztekammer?

Die Landeszahnärztekammer Rheinland-Pfalz ist die zuständige Stelle für die Herausgabe des eHBA. Die Aufgabe der Kammer ist es dabei, im Ausgabeverfahren die Berufseigenschaft „Zahnärztin/Zahnarzt“ zu bestätigen und den eHBA beim Anbieter zur Produktion freizugeben.
 

Welche Anbieter produzieren den eHBA?

Produziert wird der personenbezogene Ausweis von zugelassenen Anbietern. Aktuell gibt es die Anbieter:

Im Zulassungsverfahren befindet sich die Firma SHC.

ACHTUNG: Das Bestellprozedere und die Vertragsbedingungen unterscheiden sich je Anbieter. Bitte informieren Sie sich vor Ihrer Bestellung beim jeweiligen Anbieter.
 

Was passiert bei einem Wechsel in eine andere LZK?

Der eHBA gilt bundesweit und behält bei einem Wechsel in ein anderes Bundesland seine Gültigkeit.
 

Und wenn Sie keinen eHBA haben?

Können Zahnarztpraxen bis zum 30.06.2021 nicht nachweisen, dass sie die erforderlichen Komponenten und Dienste zum Zugriff auf die TI haben, wird pauschal die Vergütung um 1 % gekürzt. Zu den Komponenten zählt auch der eHBA.
 

Ist mein bisheriger Zahnarzt-/Mitgliedsausweis noch gültig?

Ja, der bisherige Mitgliedsausweis ist auch weiterhin gültig. Er enthält jedoch keinen Chip für eine elektronische Signatur und unterstützt folglich nicht die Telematik-Optionen. Er behält aber als Sichtausweis weiterhin seine Gültigkeit.
 

Noch Fragen? Rufen Sie uns an unter 06131/9613668 (Alexander Hofferberth) oder schicken Sie uns eine Nachricht.