Aktuelles

Außerhalb des Rahmens denken!

Vertreterversammlung der Landeszahnärztekammer Rheinland-Pfalz

Der Präsident der Landeszahnärztekammer, Dr. Wilfried Woop, überraschte die Zuhörer zuerst mit einem kleinen Gedankenspiel, dem sogenannten „Neun-Punkte-Problem“. Es soll veranschaulichen, wie wichtig es ist, außerhalb des gewohnten Rahmens zu denken, um Herausforderungen der Zukunft meistern zu können: „Wir müssen uns von der funktionalen Limitierung bei Themen wie Fortbildung und Praxisführung freimachen“, so Dr. Woop. Auch beim beruflichen Nachwuchs seien andere Wege als bisher erforderlich, um ihn zu erreichen.

Weitere Themen, die der Zahnärzteschaft unter den Nägeln brennen wurden diskutiert, darunter der Einfluss Europas, die nationale Gesundheitspolitik unter Spahn, Investorengeführte MVZs, der GOZ-Punktwert sowie die neue Approbationsordnung.

Folgende politische Anträge wurden abgestimmt und verabschiedet:

  • Die Vertreterversammlung der Landeszahnärztekammer RLP fordert den Gesetzgeber auf, im §1 Abs. 4 ZHG eine Regelung hinsichtlich der Besitzverhältnisse bei Zahnheilkunde ausübenden Kapitalgesellschaften zu implementieren, wie sie bereits auch bei anderen freien Berufen zum Schutz der bewährten Strukturen einer freiberuflichen und nicht renditeorientierten Leistungserbringung existieren.
  • Der Verordnungsgeber wird aufgefordert, seiner Pflicht nachzukommen und die Gebührenordnung für Zahnärzte fachlich wie betriebswirtschaftlich anzupassen.
  • An die politischen Entscheidungsträger auf Landes-, Bundes- und Europaebene wird appelliert, die bewährten berufsrechtlichen Regelungen der Heilberufe vor allem auch in Hinblick auf den Patientenschutz beizubehalten.
  • Die Delegierten zur Vertreterversammlung der Landeszahnärztekammer RLP sehen es als eine ihrer wichtigsten Aufgaben, junge Kolleginnen und Kollegen in der Selbstverwaltung zu fördern. Eine Erhöhung des Anteils und die aktive Mitwirkung junger Zahnärztinnen und junger Zahnärzte in den Gremien der Selbstverwaltung ist eine Hauptvoraussetzung für auch zukünftig funktionierende Körperschaften.
  • Zahnärztinnen und Zahnärzte sollen für die gesetzlich verordnete Telematik-Infrastruktur keine Verantwortung im datenschutzrechtlichen Sinne tragen. Diese Verantwortung der Praxen muss am Konnektor enden.
  • Die Landesregierung soll dazu aufgefordert werden, im Bundesrat darauf hinzuwirken, dass die notwendigen Reformen des ersten Studienabschnitts Zahnmedizin umgehend in den Entwurf für den Masterplan Medizinstudium 2020 aufgenommen werden.
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