Rheinhessische Zahnärzte sammeln für die Mainzer Kinder-intensivstation – In 18 Jahren mehr als 1 Million Euro für die Initiative ‚KIKAM‘ gesammelt  
     
  Auf Initiative und unter der Federführung von Dr. Gert Kohl hatten die rheinhessischen Zahnärzte im Rahmen ihrer „Zahngoldaktion“ im Jahr 2008 die Rekordsumme von 233.830 EUR für die Kinderintensivstation des Universitätsklinikums gesammelt. Auch bei der Scheckübergabe am 11. März 2010 vor der Mainzer Kinderklinik wird wieder ein Erlös von rund 200.000 EUR zusammen kommen. Die Zahngoldsammelaktion bildet den Auftakt zum Kongress „Zahnheilkunde 2010“, den die Landeszahnärztekammer Rheinland-Pfalz am 19. / 20. März 2010 in der Mainzer Rheingoldhalle ausrichtet. „Im Rahmen unseres Kongresses werden wir dieses tolle Engagement der rheinhessischen Zahnärztinnen und Zahnärzte nochmals ausdrücklich würdigen“, so Kammerpräsident Dr. Michael Rumpf.

Die Sammelaktion wurde 1992 von dem Mainzer Zahnarzt Dr. Gert Kohl initiiert. „Ein persönliches Schicksal ließ mich damals hautnah mit erleben, unter welch schwierigen materiellen und räumlichen Bedingungen im Bereich der Kinderintensivabteilung und der Kinderklinik hochmotivierte Ärzte und Schwestern ihr Bestes gaben, um das Leben von Kindern zu retten“, erinnert sich Dr. Gert Kohl. 1992 erfuhr Dr. Kohl dann auch von der Initiative KIKAM, was für „Interessengemeinschaft für Kinder der Intensivstation und Kinderkardiologie Mainz e. V.“ steht. Der dort tätige Oberarzt Ralf Huth ist der Vorsitzende dieser Interessengemeinschaft.

Im Laufe der Jahres sich Situation auf der Kinderintensivstation natürlich spürbar verbessert, nicht zuletzt durch die Spendensammlung der rheinhessischen Zahnärzte. Aber Spenden werden nach wie vor für notwendige Anschaffungen benötigt! Gert Kohls damaliger Entschluss, KIKAM zu unterstützen, fiel in zeitlichem Zusammenhang mit der Beobachtung, dass in einer Zahnarztpraxis in erheblichen Mengen Edelmetalle in Form von ausgedienten Kronen und Brücken anfallen. So wurde die Idee einer Sammelaktion geboren. Der Mainzer Zahnarzt konnte im Laufe der Jahre eine Vielzahl rheinhessischer Zahnärztinnen und Zahnärzte sowie überregionale Mitsammler für das karitative Engagement gewinnen. Gemeinsam mit der Dentaltochter von Degussa, heute Degudent, die die Scheidung der gesammelten Werke kostenfrei durchführt, läuft diese Aktion nunmehr seit 18 Jahren. Der Kreis der Sammler ist stetig gewachsen und mit ihm auch die Dimension der Spenden.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Von 1993 bis 2010 haben die Zahnärzte über Gold-spenden ihrer Patienten mehr als 1 Million Euro für die Interessengemeinschaft KIKAM gesammelt. Die erste Spende 1993 lag bei 24.419 DM, 1995 folgte eine weitere Spende mit 26.435 DM, usw. Inzwischen sammeln die rheinhessischen Zahnärzte bei ihren Patienten sechsstellige Eurobeträge ein. Nach 100.644 Euro in 2004 folgten im Jahr 2006 sagenhafte 176.273 EUR auf dem symbolischen Scheck. Im Jahr 2008 wurden sage und schreiben 233.830 EUR an KIKAM übergeben. Dieses Rekordergebnis wurde nicht zuletzt durch den hohen Goldkurs im Jahr 2008 ermöglicht. „Die Aktion wird rein ehrenamtlich betrieben, ohne irgendwelche Aufwandsentschädigungen für die Engagierten“, betont Gert Kohl. „Der Spendenerlös aus der Zahngoldsammlung kommt einer guten Sache zugute. Dadurch konnten die Behandlungsbedingungen für die Kinder der Intensivstation und der Kinderkardiologie seit 1982 deutlich verbessert werden“, so der KIKAM-Vorsitzende Ralf Huth.